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Zwei Shell-To-Sea-Aktivisten wurden diese Woche zu Haftstrafen verurteilt, weil sie während eines friedlichen Protests gegen das Corrib-Projekt Widerstand gegen die Staatsgewalt leisteten.
Mr. Niall Hartnett wurde zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt, u.a. wegen Körperverletzung eines Polizisten, obwohl Zeugen und Videomaterial belegten, dass er lediglich einem Protestanten zu Hilfe eilte, als dieser seinerseits von einem Gardaí angegriffen wurde.
Ms. Maura Harrington wurde zu 4 Monaten verurteilt, mithin das dritte Mal dieses Jahr.
Im Zuge dessen fand am 30. Juli 2009 ein solidarischer Protest vor dem Mountjoy Gefängnis statt, um gegen die Kriminalisierung der Aktivisten zu demonstrieren. Es sei bedenklich, wie weit der Staat gehe, um Shell zu willen zu sein, so eine Sprecherin von Shell-To-Sea.
Am gleichen Tag wurde eine Mahnwache für die Opfer der Explosion einer Gasleitung in Belgien vor 5 Jahren abgehalten. Viele der teilnehmenden Demonstranten leben innerhalb der 500m-„Todeszone“, welche von einem Armeeexperten a.D. während der Anhörungen zur Onshore-Pipeline beschrieben wurde.
3 Tage zuvor schafften es einige Demonstranten während einer Protestaktion trotz Polizeischutz, einen Dienstwagen der Regierung in Shells Farben rot und gelb voll zu sprayen, als dieser zur Eröffnung eines Gemeindezentrums fahren wollte. Minister Dara Calleary musste daraufhin in einem Polizeiwagen zu dem bevor stehenden Ereignis eskortiert werden.
Am 25. Juli kam es zu einem Protest an einer Topaz-Tankstelle in Newbridge, an dem rund 20 Personen teilnahmen. Dies sollte die Menschen daran erinnern, dass auch diese Firma zum Shell-Konzern gehört.
Dass Corrib kein Einzelfall bleiben wird, belegen immer neue Funde von Gas und Öl vor der Westküste Irlands. Erst vor kurzem wurde der Firma Serica die Lizenz erteilt, im 993 Quadratkilometer großen Rockall-Becken, nicht weit entfernt von Corrib, Probebohrungen vorzunehmen. |